Literatur

 

Für alle, die ihr Fachwissen vertiefen wollen, haben wir eine Literaturliste zusammengestellt.
Bücher, die von VeDRA-Mitgliedern verfasst wurden, sind farbig gekennzeichnet.

 

Grundlagen der Dramaturgie
Klassische Filmdramaturgie
Alternative Filmdramaturgien
Eigene Perspektiven
Speziell für Stoffentwickler
Genres und Formate
Anthologien
Markt
Sonstige Literatur

 

Grundlagen der Dramaturgie

 

Aristoteles: Poetik.
Griechisch / Deutsch. Hrsg. von Manfred Fuhrmann. Stuttgart 2005 – Reclam Verlag.
Auf dieses Ur-Werk dramatischer Kunst beziehen sich heute noch viele Dramaturgen. Es ist nicht ganz einfach zu lesen, bildet aber den Ausgangspunkt für fast alle dramaturgischen Diskussionen.

Brecht, Bertolt: Schriften zum Theater.
Über eine nicht-aristotelische Dramatik. Frankfurt/Main 2000 – Suhrkamp Verlag.
Brecht stellt der herkömmlichen, so genannten aristotelischen Dramatik seine epische Dramatik gegenüber. Vieles davon kann auf eine Abgrenzung zwischen Arthouse- und Mainstream-Filmen übertragen werden.

Campbell, Joseph: Der Heros in tausend Gestalten.
Frankfurt/Main und Leipzig 1999 – Insel Verlag.
Campbell destilliert Gemeinsamkeiten mythologischer Erzählformen aus den verschiedensten Kulturkreisen der Welt.

Egri, Lajos: Dramatisches Schreiben.
Theater – Film – Roman. Berlin 2003 – Autorenhaus Verlag, 345 S.
Eine ausführliche Kritik findet sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter vom 07.06.2004.  

Freytag, Gustav: Die Technik des Dramas.
Berlin 2003 – Autorenhaus Verlag.
Ausgehend von Aristoteles, mit Bezug auf Shakespeare, Lessing, Schiller u.a. beschreibt Gustav Freytag umfassend die Regeln des Dramatischen und seine Veränderung im Laufe der Zeit.

Truffaut, François: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?
München 1999 – Wilhelm Heyne Verlag.
Ein Klassiker der Filmliteratur, der erstmals 1966 erschien. In 16 ausführlichen und ungemein aufschlussreichen Interviews erzählt Alfred Hitchcock von seinem Leben und seinem Schaffen.

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Klassische Filmdramaturgie

 

Axelrod, Mark: Character and conflict.
The cornerstones of screenwriting. Portsmouth NH 2004 – Heinemann Trade, 125 S.

Chion, Michel: Techniken des Drehbuchschreibens.
Berlin 2001 – Alexander-Verlag, 267 S.

Dancyger, Ken: Global scriptwriting.
Boston 2001 – Focal Press, 254 S.

Driest, Burkhard. Poetik des Filmdramas für Drehbuchautoren.
Frankfurt am Main 2001 – Zweitausendeins, 305 S.

Eder, Jens: Dramaturgie des populären Films.
Drehbuchpraxis und Filmtheorie. Münster / Hamburg 2000 – LIT Verlag, 144 S.

Eick, Dennis: Drehbuchtheorien.
Eine vergleichende Analyse. Konstanz 2006 – UVK Verlagsgesellschaft.
Als einer der ersten Autoren bietet Dennis Eick einen vergleichenden und kritischen Überblick über die inzwischen klassische Drehbuchliteratur von Syd Field über Linda Seger bis Robert McKee und Oliver Schütte und einen interessanten Rückblick auf die historische Entwicklung der Drehbuch-Handbücher von 1911 bis in die Gegenwart.

Field, Syd: Das Handbuch zum Drehbuch.
Übungen und Anleitungen zu einem guten Drehbuch. Frankfurt am Main 2000 – Zweitausendeins, 231 S.

Field, Syd: Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film.
Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Berlin 2005 – Ullstein-Taschenbuch-Verlag.
In seinem zuerst 1979 erschienenen Buch ‚Screenplay’ propagiert Syd Field ein bestechend einfaches Erzähl-Paradigma, das sich stark am kommerziellen Mainstream orientiert. So einfach dieses Paradigma ist, so unflexibel ist es auchder erste plot point auf S.28 ist durch Syd Field zu einer stehenden Wendung geworden.

Field, Syd: Screenwriter´s problem solver.
Der sichere Weg zum perfekten Drehbuch. Hamburg 2000 – Europa-Verlag, 365 S.

Hiltunen, Ari: Aristoteles in Hollywood.
Das neue Standardwerk der Dramaturgie. Bergisch Gladbach 1999 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Ari Hiltunen interpretiert die aristotelische Poetik und wendet sie auf aktuelle Hollywood-Produktionen an. Dabei nimmt er auch starken Bezug auf die mythische Reise des Helden nach Joseph Campbell und Christopher Vogler

Howard, David / Mabley, Edward: Drehbuchhandwerk.
Techniken und Grundlagen mit Analysen erfolgreicher Filme. Köln 1996 – Emons Verlag.
Das Buch von David Howard und Edward Mabley basiert auf dem dramaturgischen Ansatz des großen, inzwischen verstorbenen Drehbuchlehrers und Autors Frank Daniel, der selber nie ein Dramaturgie-Buch geschrieben hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Drehbuchlehren werden bei Howard und Mabley keine festen Schemata aufgestellt sondern knapp und prägnant verschiedene dramaturgische Werkzeuge vorgestellt. Wesentlich an Daniels Drehbuchphilosophie ist die große Bedeutung des Themas und des Begriffspaares Ziel (want) und Bedürfnis (need) als Charakteristika dramatischer Figuren. Der zweite Teil des Buches enthält 16 ausführliche Filmanalysen.

Keane, Christopher: Schritt für Schritt zum erfolgreichen Drehbuch.
Mit einem vollständigen, kommentierten Drehbuch. Berlin 2002 – Autorenhaus-Verlag, 198 S. 

Knauss, Sibylle: Schule des Erzählens.

Ein Leitfaden für Roman- und Drehbuchautoren. Berlin 2006 – Autorenhaus-Verlag. 183 S.

Krützen, Michaela: Dramaturgie des Films.
Wie Hollywood erzählt. Frankfurt am Main 2004 – Fischer Taschenbuch Verlag.

Die Autorin, Professorin an der HFF München, analysiert am Beispiel ‚Das Schweigen der Lämmer’ sehr detailliert die gängigen Erzählmechanismen des Mainstream-Hollywood-Kinos. Sie orientiert sich dabei vor allem an den Modellen von Syd Field und Christopher Vogler.  

Lazarus, Tom: Professionelle Drehbücher schreiben.
Erfolgsmethoden für Film & TV. Berlin 2003 - Autorenhaus-Verlag, 209 S.

McKee, Robert: Story.
Die Prinzipien des Drehbuchschreibens. Berlin 2000 – Alexander Verlag Berlin.

Robert McKee ist einer der bedeutendsten amerikanischen Drehbuchgurus. Seine Erzähltheorie orientiert sich am Mainstream-Kino, ist aber flexibel im Umgang mit Struktur und Konflikt und beschäftigt sich auch ausführlich mit Figuren.

Rabenalt, Peter: Filmdramaturgie.
Berlin 1999 – Vistas Verlag.
Rabenalts Buch bietet einen guten Einstieg in das Thema Filmdramaturgie und gibt einen Überblick über dramatische und epische aber auch lyrische Erzählformen, die in anderen Dramaturgiebüchern nicht behandelt werden. Dabei ist Rabenalt eher Analytiker als ‚praktischer Dramaturg’. Rabenalt arbeitet weniger mit amerikanischen Beispielen als mit europäischen und asiatischen Filmen. Einer seiner Schwerpunkte ist der italienische Neorealismus.

Schneider, Michael: Vor dem Dreh kommt das Buch.
Ein Leitfaden für das filmische Erzählen mit den wichtigsten Dramaturgien, vielen Filmanalysen und originellen Texten von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg. Konstanz 2001 - UVK Verlagsgesellschaft, 416 S.

Schütte, Oliver: ‚Schau mir in die Augen, Kleines’.
Die Kunst der Dialoggestaltung. Bergisch Gladbach 2002 – Bastei Lübbe Taschenbuch.

Oliver Schütte befasst sich nicht nur mit dem Schreiben von Dialogen, sondern auch mit dem Überarbeiten. Zudem beschreibt er Sonderformen wie Monologe, Telefondialoge oder Dialogzusätze (Parentheticals) und geht in einem eigenen Kapitel ausführlich auf Voice-over ein

Seger, Linda: Das Geheimnis guter Drehbücher.
Berlin 2001 – Alexander Verlag Berlin.

Das Buch bietet eine sehr gute Einführung in dramaturgische Grundlagen und setzt trotz Segers klarem Drei-Akt-Ansatz einen starken Focus auf Figurenführung und -psychologie.

Seger, Linda: Von der Figur zum Charakter.
Überzeugende Filmcharaktere erschaffen. Berlin 1999 – Alexander Verlag Berlin.
Linda Seger richtet den Fokus in diesem Buch noch stärker als in ‚Das Geheimnis guter Drehbücher’ auf die Entwicklung von Figuren und die Beziehungen derselben untereinander. Sie stellt Strategien und Techniken vor, die sie in Gesprächen mit namhaften Schriftstellern verfeinert und überprüft hat.

Stutterheim, Kerstin / Kaiser, Silke: Handbuch der Filmdramaturgie.
Das Bauchgefühl und seine Ursachen. Frankfurt/M. u.a. 2009 – Peter Lang.
Die Autorinnen geben einen Überblick zu gängigen und weniger gängigen Strukturmodellen fiktionalen Erzählens in Film und Fernsehen.

Tierno, Michael: Aristotle's poetics for screenwriters.
Storytelling secrets from the greatest mind in western civilization. New York 2002 – Hyperion, 167 S.

Vogler, Christopher: Die Odyssee des Drehbuchschreibers.
Über die mythologischen Grundmuster des amerikanischen Erfolgskinos. Frankfurt/Main 1998 – Zweitausendeins.
Basierend auf der mythischen Erzähltheorie von Joseph Campbell geht Vogler archetypischen Erzählformen auf den Grund und stellt Figuren wie den Mentor, den Trickster oder den Schwellenhüter vor. Kernstück von Voglers Buch ist die mythische Heldenreise. Damit bietet er einen anderen Blickwinkel auf das Geschichtenerzählen, der bei näherer Betrachtung aber mit gängigen Drei-Akt-Strukturen kompatibel ist. Die archetypische Heldenreise ist vor allem für Inhalte mit einem starken Protagonisten geeignet.

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Alternative Filmdramaturgien

 

Aronson, Linda: Screenwriting updated.
New (and conventional) ways of writing for the screen. Los Angeles 2001 – Silman-James Press, 300 S.

Benke, Dagmar: Freistil.
Dramaturgie für Fortgeschrittene und Experimentierfreudige. Bergisch Gladbach 2002 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
‚Freistil’ beschäftigt sich ausschließlich mit alternativen Erzählkonzepten, die nicht den Regeln der klassischen Dramaturgie von ‚Ein Held – ein Zieldrei Akte’ entsprechen. Am Anfang des Buches steht eine ausführliche Auseinandersetzung mit den Unterschieden zwischen dramatischer und epischer Erzählweise. Danach folgen Kapitel zu Themen wie Ensemblefilm, ziellose und passive Helden, Wechsel der Hauptfigur und nichtlineare Erzählformen. Freistil enthält ausführliche Filmanalysen ungewöhnlich erzählter Filme.
Eine ausführliche Kritik findet sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter vom 02.01.2003.  

Bildhauer, Katharina: Drehbuch reloaded.
Erzählen im Kino des 21. Jahrhunderts. Konstanz 2007 – UVK Verlagsgesellschaft.
‚Fight Club’, ‚Memento’, ‚Magnolia’, ‚Babel’ – immer mehr Kinofilme entsprechen nach Ansicht der Autorin nicht der klassischen Erzählform. Die Autorin beschreibt die gängigen Drehbuchmodelle zunächst sehr pointiert. Nach einem Rückblick auf die aristotelische Poetik und der Einbindung des Rezipienten, schlägt sie eine Erweiterung vor: Deren Kern ist die Trennung von ‚Fabula’ und ‚Plot’, also den Geschehnissen, so wie sie chronologisch ablaufen und der Geschichte, so wie sie erzählt wird. Dabei spielt der Umgang mit Zeit eine große Rolle. Die letzten beiden Drittel des Buches enthalten Filmanalysen.   

Dancyger, Ken / Rush, Jeff: Alternative scriptwriting.
Successfully breaking the rules. Boston 2002 – Focal Press.
‚Alternative Scriptwriting’ ist der Klassiker für alternative Erzählformen, die nicht dem Drei-Akt-Schemata entsprechen. Einige der Alternativen entstehen zwar einfach aus einer sehr eng gefassten Definition der ‚klassischen’ Erzählweisen, trotzdem ist das Buch eine Fundgrube für alle, die sich für den etwas anderen Umgang mit den Regeln der klassischen Dramaturgie interessieren. Um dieses Buch schätzen zu können, sollte man mit den Grundlagen der Dramaturgie vertraut sein

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Eigene Perspektiven

 

Blothner, Dirk / Conrad, Marc: Invasion.
TV-Weltmuster erobern den Fernsehmarkt. Bonn 2007. Bouvier
Dirk Blothner und Marc Conrad unterziehen derzeit erfolgreiche amerikanische TV-Serienformate einer Wirkungsanalyse und gehen damit den Gründen für ihren weltweiten Erfolg nach. Zugleich fragen sie, warum deutsche Serienentwicklungen in den letzten Jahren beim Publikum meist gescheitert sind. - Das Buch wird seit seinem Erscheinen zum Teil kontrovers diskutiert.

Blothner, Dirk: Das geheime Drehbuch des Lebens.
Kino als Spiegel der menschlichen Seele. Bergisch Gladbach 2003 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Dirk Blothner geht davon aus, dass das Kino ein „Spiegel der menschlichen Seele“ ist. Das Buch analysiert anhand von populären Filmbeispielen typische Grundsituationen des Lebens. Es zeigt, wie Film und seelische Grundprobleme ineinander greifen und dadurch zu gut gemachter Unterhaltung werden.

Blothner, Dirk: Erlebniswelt Kino.
Bergisch Gladbach 1999 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Als Professor für Psychologie und praktizierender Psychotherapeut beleuchtet Dirk Blothner das Filmerleben aus der Sicht des Zuschauers. Hier geht es nicht um Akteinteilungen und Wendepunkte sondern um die Frage nach dem Interesse des Publikums an einem Filmstoff.

Bonitzer, Pascal und Carrière, Jean-Claude: Praxis des Drehbuchschreibens – Carrière, Jean-Claude: Über das Geschichtenerzählen.
Berlin 2002 – Alexander Verlag.
Die beiden französischen Drehbuchautoren und Professoren an der Filmhochschule FEMIS in Paris widmen sich in diesem Buch einigen gängigen Fragen und Problemen ihrer Studenten. Die essayistisch geschriebenen Kapitel enthalten viele Beispiele aus der Praxis der Autoren und nehmen Bezug auf namhafte Filme und Regisseure.

Cameron, Julia: Von der Kunst des Schreibens ...
... und der spielerischen Freude die Worte fließen zu lassen. München 2003 – Knaur Taschenbuch.
Die Autorin beschreibt auf ansprechende Weise eine Vielzahl von Schreibblockaden und -hemmungen. Sie gibt praktische Tipps, wie sich diese überwinden lassen. Camerons Übungen und Tipps können Dramaturgen im Umgang mit Autoren nützlich sein.  

Cowden, Tami D. / LaFever, Caro / Viders, Sue: The complete writer’s guide to heroes & heroines.
Sixteen master archetypes. Hollywood 2000 – Lanham Md.: Lone Eage Pub.
Einen völlig anderen Ansatz verfolgt dieses Buch, in dem anhand zahlreicher Filmbeispiele jeweils acht männliche und acht weibliche Helden-Archetypen untersucht werden. Die Autorinnen zeigen, wie sich diese Archetypen in Haupt- und Nebenbestandteile einer Figur aufteilen können und wie sie in verschiedenen Genres interagieren.

Cunningham, Keith: The Soul of Screenwriting.
On Writing, Dramatic Truth, and Knowing Yourself. New York, London 2008 – Continuum. 478 S.
Der besonders auch in Deutschland erfolgreiche amerikanische Drehbuch-Lehrer Keith Cunningham legt mit diesem umfangreichen Buch eine Summe seines Ansatzes vor, der - über eine Dramaturgie-Lehre im engeren Sinne hinaus - auch den Schaffensprozess des Autors als eine Reise begreift, die analog zur Reise des Helden verläuft.

D'Vari, Marisa: Creating characters.
Let them whisper their secrets. Studio City CA 2005 – Michael Wiese Productions, 233 S.

D'Vari, Marisa: Script magic.
Subconscious techniques to conquer writer's block. Studio City CA 2000 – Michael Wiese Productions, 191 S.

Essser, Michael W.: Dramaworks.
Vorschule der Stoffentwicklung. Strukturierte Kommunikation zur Herstellung von Drehbüchern für TV-Serien und -Reihen. Münster 2005 – Lit Verlag, 355 S.

Gerstner, David A. (Hg.): Authorship and film.
New York 2003 – Routledge (AFI film readers).

Hamlett, Christina: Could it be a movie?
How to get your ideas out of your head and up on the screen. Studio City CA 2005 – Michael Wiese Productions, 269 S.

Kallas, Christina: Kreatives Drehbuchschreiben.
Konstanz 2007 – UVK Verlagsgesellschaft.
Die Drehbuchautorin, Produzentin und Dramaturgin Christina Kallas hat eine eigene Methode des Drehbuchschreibens bzw. des Herangehens an eine Geschichte entwickelt, die sie in drei Akten – Kunstgriffe, Techniken, Anwendung – mit vielen Übungen vorstellt. Dabei versucht sie vor allem das kreative Potential anzusprechen und zu fördern.

Lins, Gabi: Strategien der Filmstoffauswahl bei deutschen Film- und Fernsehproduktionen.
Baden-Baden 2001 – Nomos-Verlagsgesellschaft (Schriftenreihe zu Medienrecht, Medienproduktion und Medienökonomie), 110 S.

Parker, Philip: Die Kreative Matrix.
Kunst und Handwerk des Drehbuchschreibens. Konstanz 2005 – UVK Verlagsgesellschaft.
Unzufrieden mit der Konzentration auf Struktur und Figuren der klassischen Dramaturgie, führt Parker die wichtigsten Elemente einer Filmerzählung wie Geschichte, Thema, Form, Handlungsführung, Stil und Genre in dem Modell einer ‚Kreativen Matrix’ zusammen.
Eine ausführliche Kritik findet sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter vom 02.01.2003.

Rabiger, Michael: Developing story ideas.
Find the ideas you haven't yet had. Amsterdam 2006 – Focal Press (u.a.), 241 S.

Readman, Mark: Teaching scriptwriting, screenplays and storyboards for film and TV production.
London 2003 – BFI Education (Teaching film and media studies), 78 S.

Ryan, James: Screenwriting from the heart.
The techniques of the character-driven screenplay. New York 2000 – Billboard Books, 186 S.

Stein, Sol: Über das Schreiben.
Frankfurt am Main 2001 – Zweitausendeins.
Sol Steins Buch wendet sich in erster Linie an Romanautoren. Aber die meisten seiner Ratschläge sind auch für Drehbuchautoren und Dramaturgen hilfreich. Er berichtet sehr eingängig und pragmatisch aus seiner eigenen Erfahrung und beleuchtet dabei auch einige Aspekte, wie z.B. den Aufbau von Spannung, die in der gängigen dramaturgischen Diskussion bislang nur wenig Raum bekommen.

Stempel, Tom: Framework.
A history of screenwriting in the American film. Syracuse / New York - Syracuse University Press, 313 S.

Thompson, Kristin: Storytelling in the New Hollywood.
Understanding Narrative Technique. Harvard 1999 – Harvard University Press.
Die amerikanische Filmwissenschaftlerin Kristin Thompson setzt der Drei-Akt-Struktur die Einteilung der Handlung in vier etwa gleichlange Segmente entgegen. Im Mittelpunkt der Filmgeschichte steht allerdings auch bei ihr ein problemlösungsorientierter, aktiver Protagonist.
Eine ausführliche Kritik findet sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter vom 01.08.2002.

 

Zag, Roland: Der Publikumsvertrag.
Drehbuch, Emotion und der »human factor«. Konstanz 2010  – UVK.
Der Autor geht davon aus, dass der Zuschauer emotionales Erleben erwartet, wenn er sich auf einen Film einlässt. Das wird durch zwischenmenschliche Beziehungen in Filmgeschichten ganz entscheidend forciert. Das Buch beleuchtet einen bislang in der Dramaturgie nur wenig beachteten Aspekt.

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Speziell für Stoffentwickler

 

Benke, Dagmar / Routh, Christian: Script Development.
Im Team zum guten Drehbuch. Konstanz 2006 – UVK Verlagsgesellschaft.
Die deutsche Dramaturgin Dagmar Benke und der englische Script Consultant Christian Routh widmen sich der Stoffentwicklung vor allem unter dem Aspekt der Teamarbeit. Sie zeigen, welche unterschiedlichen Dramaturgien für Fernsehen und Kino interessant sind und welche Kriterien bei der Entscheidungsfindung helfen.

Johnson, Claudia / Stevens, Matt: Script partners.
What makes film and TV writing teams work. Studio City CA 2002 – Michael Wiese Productions, 298 S.

Schütte, Oliver: Die Kunst des Drehbuchlesens.
Bergisch Gladbach 2003 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Oliver Schütte hat mit seinem zuerst 1999 veröffentlichten Buch in der Tradition von Frank Daniel einen deutschsprachigen Klassiker zur Einführung in die ‚Grammatik des filmischen Erzählens’ vorgelegt. Dabei wendet er sich weniger an die Autoren als vielmehr an diejenigen, die mit diesen zusammen an der Entwicklung von Drehbüchern arbeiten: Lektoren, Dramaturgen, Script Consultants, Redakteure und Producer.

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Genres und Formate

 

Ali, Turan: Mit Ferns ehserien nachhaltig wirken.
Ein praktisches Handbuch für Drehbuchautoren. Hannover 2002 – Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, 55 S.

Baumann, Hans D.: Horror.
Die Lust am Grauen. Weinheim, Basel, Beltz 1989 – Psychologie heute Sachbuch.
Das Buch beleuchtet ausführlich alle wesentlichen Aspekte des Genres und seiner Verwandten. Es untersucht, welchen Aufbau die entsprechenden Geschichten besitzen, wie sich das Genre historisch entwickelt hat, welche Varianten es gibt (von Monstern bis zu Untoten) und welche psychologischen Zugänge ein Verständnis ermöglichen.

Bronner, Vivien: Schreiben fürs Fernsehen.
Drehbuch-Dramaturgie für TV-Film und TV-Serie. Berlin 2004 – Autorenhaus-Verlag, 211 S.

Byrne, John: Writing sitcoms.
London 2003 – A & C Black, 171 S.

Cooper, Patricia / Dancyger, Ken: Writing the short film.
Boston 2000 – Focal Press, 308 S.

Curry, Chris: Writing for soaps.
London 2002 – A & C Black (Writing handbooks), 169 S.

Davis, Sam: Quotenfieber.
Das Geheimnis erfolgreicher TV-Movies. Bergisch Gladbach 2000 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Der Amerikaner Sam Davis war als Mitbegründer und Leiter der TV-Movie-Abteilung von RTL maßgeblich an der Entwicklung der ersten Movies für den deutschen Markt beteiligt. Er geht in seinem Buch auf die besonderen Format-Anforderungen an das Drehbuch ein. Zusätzlich gibt er einen ausführlichen Einblick in den Alltag von Redaktion und Produktionsfirma.

Eschke, Gunther; Bohne, Rudolf: Bleiben Sie dran!
Dramaturgie von TV-Serien.  Konstanz 2010– UVK Verlagsgesellschaft

 Feil, Georg: Fortsetzung folgt.
Schreiben für die Serie. Konstanz 2006 – UVK Verlagsgesellschaft.
Der erfahrene Serienautor und Produzent Georg Feil zeigt anhand eines umfassenden Überblicks über erfolgreiche und gefloppte Serien, welche Erzählmuster bis heute gültig sind und welche Stoffe für die Zukunft der Serie von Bedeutung sein könnten. Dabei hebt er auch die Bedeutung des Dramaturgen für die Entwicklung von Serienstoffen hervor.

Feil, Georg und Kließ, Werner: Profikiller.
So schreiben Sie das perfekte Krimidrehbuch. Bergisch Gladbach 2003 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Der erste Teil des Buches befasst sich mit dem Genre Krimi, seiner Geschichte, Subgenres usw. Im zweiten Teil geht es um die Entwicklung eines Drehbuches. Dabei gehen die Autoren – neben vielen allgemeinen Informationen – auch auf Hitchcocks ‚Bombe unter dem Tisch’ als Spannungstechnik und auf den Aufbau eines Krimis ein. Der dritte Teil widmet sich dem Thema Serie und enthält Material zur Entwicklung der SAT.1-Serie ‚Das R.K.I.-Projekt’.

Goldberg, Lee / Rabkin, William: Successful television writing.
Hoboken N.J. 2003 – Wiley. ix, 209 S.

Hicks, Neill D.: Writing the action-adventure film.
The moment of truth. Studio City CA 2002 – Michael Wiese Productions, 179 S.

Holzer, Daniela: Die deutsche Sitcom.
Format – Konzeption – Drehbuch – Umsetzung. Bergisch Gladbach 1999 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Daniela Holzer beschreibt die Entstehung des Genres und analysiert die deutschen Eigenproduktionen ‚Lukas’ und ‚Die Camper’. Den Abschluss bilden acht Interviews mit verantwortlichen und kreativen Sitcom-Machern.

Kinder, Ralf / Wieck, Thomas: Zum Schreien komisch, zum Heulen schön.
Die Macht des Filmgenres. Bergisch Gladbach 2001 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Kinder und Wieck untersuchen eingehend die spezifischen Regeln verschiedener Filmgenres: Melodram, Thriller, Horror, Fantasy, Komödie und Heldengeschichte.

Scott, Jeffrey: How to write for animation.
Woodstock 2002 – Overlook Press, 224 S.

Völcker, Beate: Kinderfilm.
Stoff- und Projektentwicklung. Kostanz 2005 – UVK Verlagsgesellschaft.
Ein ausführlicher Hinweis auf dieses Buch findet sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter vom 11.10.2006.

Vorhaus, John / Robert, Peter: Handwerk Humor.
Frankfurt am Main 2001 – Zweitausendeins, 301 S.

Vorhaus, John: The comic toolbox.
How to be funny even if you’re not. Los Angeles 1994 – Silman-James Press.

John Vorhaus ist ein namhafter amerikanischer Comedy-Autor. Seine Einfälle finden sich in Serien wie ‚Eine schrecklich nette Familie’. Er beschreibt, was Komik ist und erläutert anhand vieler Beispiele die Techniken des Komischen, angewandt auf Figuren, Handlungen, verschiedene Formate etc.

Voytilla, Stuart / Petri, Scott: Writing the comedy film.
Make 'em laugh. Studio City CA 2003 – Michael Wiese Productions, 215 S.

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Anthologien

 

Altenburg, Christiane / Fließ, Ingo: Jenseits von Hollywood.
Drehbuchautoren über ihre Kunst und ihr Handwerk. Essays und Gespräche. Frankfurt am Main 2000 – Verlag der Autoren, 221 S.

Brunow, Jochen (Hg.): scenario.
Drehbuch-Almanach. Berlin 2007ff. – Bertz + Fischer.
Inzwischen in sechs Bänden erschienenes Jahrbuch mit Interviews, Essays namhafter Stoffentwicklern und Filmschaffender, Rezensionen und dem Abdruck des Drehbuches, das im Jahr zuvor den deutschen Drehbuchpreis gewonnen hat. Im Zentrum steht nicht das Drehbuch, sondern das filmische Erzählen.
Ausführliche Rezensionen aller sechs Bände finden sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter-Archiv.  

Brunow, Jochen (Hg.). Schreiben für den Film.
Das Drehbuch als eine andere Art des Erzählens. München 2000 – Edition Text + Kritik.

Engel, Joel: Oscar-winning screenwriters on screenwriting.
The award-winning best in the business discuss their craft. New York 2001 – Hyperion, 200 S.

Herrmann, Ulrich: Stoff.
Von der Idee zum Drehbuch. Frankfurt am Main 2005 – Verlag der Autoren.
Das Buch enthält 13 Interviews mit namhaften deutschen Drehbuchautoren. Die eingestreuten Erläuterungen beschreiben dramaturgische Standards.
Eine ausführliche Kritik findet sich im Mitgliederbereich unter 'Rezensionen' und im VeDRA Newsletter vom 13.07.2007.  

McGrath, Declan / MacDermott, Felim: Screenwriting.
Oxford 2003 – Focal Press, 176 S.

Owen, Alistair: Story and character.
Interviews with British screenwriters. London 2003 – Bloomsbury, 310 S.

Töteberg, Michael (Hg.): Szenenwechsel.
Momentaufnahmen des jungen deutschen Films. Reinbek bei Hamburg 1999 – rororo Sachbuch.
In Aufsätzen und Interviews beleuchten Filmemacher wie Tom Tykwer, Eckhard Teophil, Sebastian Schipper, Martin Hagemann u.v.m. die Gründe für das 1999 noch ganz zarte Erstarken des deutschen Films.

Trampe, Wolfgang: Erzählen für den Film.
Gespräche mit Autoren der DEFA. Berlin 2004 – DEFA-Stiftung, 294 S.

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Markt

 

Eick, Dennis: Exposee, Treatment und Konzept.
Konstanz 2005 – UVK Verlagsgesellschaft, 182 S.

Friedmann, Julian (für den deutschen Markt überarbeitet und ergänzt von Schütte, Oliver / Weihe, Steffen): Unternehmen Drehbuch.
Drehbücher schreiben, präsentieren, verkaufen. Bergisch Gladbach 1999 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Das Buch wendet sich an Drehbuchautoren und beschreibt, wie vermarktbare Geschichten entwickelt werden und worauf es bei der Vermarktung ankommt. Außerdem werden im Anhang die gängigsten Vertragsvarianten für Autoren vorgestellt. Für Stoffentwickler eignet es sich vor allem als grundlegendes Nachschlagewerk zu Themen wie ‚Märkte’, ‚Quoten- und Zuschauerforschung’ oder ‚Meetings’ dienen.

Goldman, William: Das Hollywood-Geschäft.
Hinter den Kulissen der amerikanischen Filmindustrie. Bergisch Gladbach 1999 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Seit 1984 ist das Hollywood-Geschäft ein absoluter Klassiker zum Thema Film und Traumfabrik. Goldman gewährt auf äußerst unterhaltsame Art und Weise seltene Einblicke hinter die Kulissen Hollywoods.

Huber, Heidrun: Filmrecht für  Drehbuchautoren.
Konstanz 2004 – UVK Verlagsgesellschaft.
Die Autorin erläutert juristische Grundlagen für Drehbuchautoren. Sie benutzt viele Beispiele und schreibt sehr verständlich. Einige Punkte sind auch für Dramaturgen maßgeblich oder lassen sich auf Beratungsverträge übertragen (Urheberpersönlichkeitsrechte, Verwertungsrechte, Verträge). Alle anderen können bei der Beratung von Autoren oder Produktionsfirmen eine Rolle spielen (Adaption, Public domain, Schreiben über real existierende Persönlichkeiten).

Kurz, Sibylle: Pitch it!
Die Kunst, Filmprojekte erfolgreich zu verkaufen. Bergisch Gladbach 2000 – Bastei Lübbe Taschenbuch.
Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Autoren, die ihre Geschichte auf Pitching-Veranstaltungen oder im freien Gespräch mündlich präsentieren. Aber auch Dramaturgen können in die Lage kommen, Stoffe von Autoren zu präsentieren. Das Buch zeigt eine Methode, mit der man Geschichten in wenigen Sätzen spannend auf den Punkt bringt. 

Noll, Alfred J. / Perthold, Sabine: Das Drehbuch.
Von der Idee zur Realisierung. Ein Leitfaden für Autorinnen und Autoren. Mit Tipps zu Verträgen, hilfreichen Adressen, einem Glossar und vielem mehr. Wien 2004 – Falter-Verlag, 248 S.

Plinke, Manfred (Hg.): Script-Markt.
Handbuch Film & TV. Berlin 2003 – Autorenhaus Verlag.

Dieses Buch enthält Aufsätze, Tipps und Adressen von Insidern für die Vermarktung von Filmgeschichten. Es richtet sich an Drehbuchautoren, kann aber auch (angehenden) Dramaturgen als Nachschlagewerk zu Themen wie Filmförderung, Aus- und Weiterbildung etc. dienen.

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Sonstige Literatur

 

Neukirchen, Dorothea: Vor der Kamera.
Camera acting für Film und Fernsehen. Frankfurt am Main, Affoltern a.A.2000. – Zweitausendeins. Orig.-Ausg., 1. Aufl.(vergriffen) / 2., überarbeitete Ausgabe Pro Business, 2009.
Dieses Buch richtet sich vor allem an Schauspieler und thematisiert ihre Arbeit vor und hinter der Kamera. Zudem bietet es eine Einführung in gängige Drehbuchstrukturen, Genres, Formate und detaillierte Einblicke in Produktionsbedingungen.

 

 

zusammengestellt und kommentiert von Dr. Rüdiger Hillmer und Dr. Eva-Maria Fahmüller, Stand 25.09.2007